Korrektur-Parameter

EstimateGeometry (/EG=1)

Wertebereich [0-5]
Korrigiert das Bild entsprechend einer aktuellen oder einer früheren Bildanalyse:
0: Die Korrektur der geometrischen Bildfehler erfolgt nicht auf der Basis der Werte, die aus dem Bild geschätzt werden, sondern mit den konstanten Werten UseHeight/~Size/~Rotation/~Vergence_V/~Vergence_H und WindowOffset.
1: Die geometrischen Bildfehler werden aus dem Bild geschätzt und zur Korrektur verwendet.
2: Die Korrekturen der geometrischen Bildfehler werden entsprechend den Einträgen aus der Datei ListofImages durchgeführt.
3: Die geometrischen Bildfehler werden aus dem Bild geschätzt und zur Korrektur verwendet. Bei jpg- und tif-Bildern werden die Korrekturwerte zusätzlich in den Kommentarbereich der Originalbilder geschrieben (nur mit Lizenzschlüssel). Diese Werte werden dann bei EstimateGeometry = 4 wiederverwendet.
4: Die Korrekturen der geometrischen Bildfehler werden entsprechend den Einträgen im Kommentarbereich der jpg/tif-Bilder durchgeführt. Falls diese nicht gültig sein sollten erfolgt ein Rückfall auf EstimateGeometry = 3. Interaktive Änderungen des Scheinfensters werden ebenfalls abgespeichert.
5: Die Korrekturwerte werden aus der Datei ListofImages ausgelesen und in den Kommentarbereich der Originalbilder geschrieben. Die Datei ListofImages wird mit den neuen Werten aktualisiert.
-3/-4/-5: Es wird nur in die linken Bilder geschrieben und gelesen (normalerweise werden die linken und rechten Bilder verwendet).

ApplyLeftRight (/AL=0)

Wertebereich [-1,0,1]
Legt fest, ob die geometrische Korrektur nur links, nur rechts oder symmetrisch in beiden Bildern vorgenommen wird:
0: Die Stereokorrektur wird symmetrisch auf das linke und rechte Halbbild angewendet.
-1: Nur das linke Halbbild wird entzerrt, das rechte verbleibt im Originalzustand.
1: Nur das rechte Halbbild wird entzerrt, das linke verbleibt im Originalzustand.

EstimateVergence_V (/EV=2)

Wertebereich [0-2]
Schaltet die Korrektur des vertikalen Vergenzfehlers ein oder aus (Drehung des Sensors um vertikale Achse). Vertikale Vergenzfehler entstehen bei konvergenten Aufnahmeachsen.

0: Schaltet die Korrektur des vertikalen Vergenzfehlers aus.
1: Vertikale Vergenzfehlerschätzung eingeschaltet.
2: Vertikale Vergenzfehlerschätzung nur dann eingeschaltet, wenn in allen 4 Bildquadranten Objekte erkannt werden. Nur dann kann der vertikale Vergenzfehler sicher geschätzt werden.
Hinweis: Bei exakt parallel montierten Kameras treten keine vertikalen Vergenzverzerrungen auf. In diesen Fällen kann bei problematischen Bildern (wenig Kontrast und wenig Bildinhalt) durch Abschalten der Vergenzschätzung das Ergebnis verbessert werden.

EstimateVergence_H (/EH=2)

Wertebereich [0-2]
Schaltet die Korrektur des horizontalen Vergenzfehlers ein oder aus (Drehung des Sensors um horizontale Achse). Horizontale Vergenzfehler können bei der Verwendung von Spiegel-Rigs auftreten.
0: Schaltet die Korrektur des horizontalen Vergenzfehlers aus.
1: Horizontale Vergenzfehlerschätzung eingeschaltet.
2: Horizontale Vergenzfehlerschätzung nur dann eingeschaltet, wenn in allen 4 Bildquadranten Objekte erkannt werden. Nur dann kann der horizontale Vergenzfehler sicher geschätzt werden.
Hinweis: Bei exakt parallel montierten Kameras treten keine horizontalen Vergenzverzerrungen auf. In diesen Fällen kann bei problematischen Bildern (wenig Kontrast und wenig Bildinhalt) durch Abschalten der Vergenzschätzung das Ergebnis verbessert werden.

UseHeight (/UH=0.0)

Wertebereich [-1000, 1000] Pixel
Falls EstimateGeometry = 0 gesetzt ist, wird der hier eingetragene Wert zur Höhenfehlerkorrektur verwendet. Ein positiver Wert verschiebt das rechte Bild nach unten und das linke Bild nach oben.

UseSize (/US=0.0)

Wertebereich [-5.0, 5.0] %
Falls EstimateGeometry = 0 gesetzt ist, wird der hier eingetragene Wert zur Größenkorrektur verwendet. Ein positiver Wert verkleinert das rechte Bild und vergrößert das linke Bild.

UseRotation (/UR=0.0)

Wertebereich [-5.0, 5.0] Grad
Falls EstimateGeometry = 0 gesetzt ist, wird der hier eingetragene Wert zur Korrektur der Rotation verwendet. Ein positiver Wert verdreht das rechte Bild im Uhrzeigersinn und das linke entsprechend anders herum.

UseVergence_V (/UV=0.0)

Wertebereich [-5.0, 5.0] Grad
Falls EstimateGeometry = 0 gesetzt ist, wird der hier eingetragene Wert zur Korrektur der vertikalen Vergenz verwendet. Der vertikale Vergenzwinkel gibt an, um wieviel Grad die Aufnahmeachsen gegenüber der parallelen Ausrichtung nach innen (konvergente Aufnahmeachsen, Vergenzwinkel < 0) oder nach aussen (divergente Aufnahmeachsen, Vergenzwinkel > 0) verdreht sind. Ein positiver Wert von UseVergence_H korrigiert also konvergente Achsen.
Achtung: UseVergence_H ist ein virtueller Winkel unter Annahme einer Standardbrennweite. Der tatsächlich bei der Aufnahme verwendete Vergenzwinkel kann nachträglich nicht mehr ermittelt werden, ist zur Korrektur aber auch nicht unbedingt notwendig.

UseVergence_H (/UE=0.0)

Wertebereich [-5.0, 5.0] Grad
Falls EstimateGeometry = 0 gesetzt ist, wird der hier eingetragene Wert zur Korrektur der horizontalen Vergenz verwendet. Der horizontale Vergenzwinkel gibt an, um wieviel Grad die Aufnahmeachsen gegenüber der parallelen Ausrichtung nach oben oder unten verdreht sind. Dieser Fehler tritt normalerweise nur bei Fehlmontagen oder bei Kamera-Konstruktionen mit halbdurchlässigen Spiegeln auf. Manchmal hilft diese Korrektur auch bei Linsenverzerrungen.
Achtung: UseVergence_H ist ein virtueller Winkel unter Annahme einer Standardbrennweite. Der tatsächlich bei der Aufnahme verwendete Vergenzwinkel kann nachträglich nicht mehr ermittelt werden, ist zur Korrektur aber auch nicht unbedingt notwendig.

WindowOffset (/WO=5)

Wertebereich [-512, 512]
Zusätzlicher Versatz des Scheinfensters: Unabhängig von EstimateWindow findet immer eine zusätzliche Verschiebung des Scheinfensters statt. Ein positiver Wert versetzt die Stereo Szenerie in den Hintergrund.
Der Wert der Verschiebung kann in der Box daneben in Pixel, in Promille mit Bezug auf die Bildbreite oder mit Bezug auf die Breite des Projektionsbildes angegeben werden. Diese Auswahlbox heisst WinOffReference.
Achtung: WindowOffset ist nur aktiv, falls EstimateGeometry = 0 (Vorgabe aller Korrekturparameter) oder = 1 oder = 3 (Schätzung der Korrekturparameter aus dem Originalbild) gewählt wird.

WinOffReference (/WR=1)

Wertebereich [0-5]
Auswahl der Einheit für WindowOffset.
0: Einheit in Pixel.
1: Einheit in Promille der Ausgabebildbreite.
2: Einheit in Promille der Projektionsbreite bei einem angenommenen Seiten-Höhenverhältnis des Projektors von 4:3.
3: Einheit in Promille der Projektionsbreite bei einem angenommenen Seiten-Höhenverhältnis des Projektors von 16:10.
4: Einheit in Promille der Projektionsbreite bei einem angenommenen Seiten-Höhenverhältnis des Projektors von 16:9.
5: Einheit in Promille der Projektionsbreite bei einem angenommenen Seiten-Höhenverhältnis des Projektors von 2048:1080.
Achtung: Dieser Parameter WinOffReference ist ebenfalls zuständig für die Einheit von FarPointLimit (Wert in der Box neben EstimateWindow) und TargetFarPoint (Wert in der Box neben AutoFrameFloating).

EstimateWindow (/EW=2)

Wertebereich [0-5]
Legt die Methode zur Korrektur des Scheinfensters fest:
0: Es erfolgt keine automatische Verschiebung des Scheinfensters. Nur zu Testzwecken - das Result ergibt im allgemeinen noch kein brauchbares Stereobild!
1: Das Scheinfensters wird etwa in die Mitte des Raumes gelegt. Nur zu Testzwecken - das Result ergibt im allgemeinen noch kein brauchbares Stereobild!
2: Das Scheinfensters wird in den Nahpunkt gelegt.
3: Das Scheinfensters wird in den Nahpunkt gelegt, isolierte Objekte in der Mitte des Bildes werden ignoriert und können vor dem Scheinfester angeordnet sein.
4: Das Scheinfensters wird in den Fernpunkt gelegt.
5: Nahpunktrahmung, solange die Fernpunktdisparität kleiner als der vorgegebene Wert FarPointLimit (in der Box daneben) bleibt (die Divergenzregel ist dann in der Regel erfüllt). Darüber bleibt die Fernpunktdisparität fixiert. Damit sind die Bilder immer schmerzfrei projizierbar, allerdings auf Kosten einer Verletzung der Scheinfensterregel.
Achtung: Nach dem automatischen Setzen des Scheinfensters erfolgt eine weitere Verschiebung mit WindowOffset. Die Einheit der Verschiebung wird mit dem Parameter WinOffReference ausgewählt (Box in der Gui).

AutoOutputContrast (/OC=3)

Wertebereich [0-4]
Steuert die Normalisierung des Kontrastes sowie den Ausgleich von Kontrast und Farbe im Ergebnisbild.
Bei der Kontrastnormalisierung wird das Histogramm auf seine volle Breite gestreckt, beim Kontrastausgleich werden dagegen die Histogramme des linken und des rechten Bildes in ihrer Form angeglichen. Beim Farbausgleich wird die Abstimmung der Histogramme auf alle 3 Grundfarben einzeln angewendet. Die Einstellung des Parameters ColorLeftRight findet hier Anwendung.
0: Kontrastausgleich/-normalisierung und Farbausgleich ausgeschaltet.
1: Kontrastausgleich eingeschaltet, Farbausgleich ausgeschaltet (die Histogramme der Grauwerte werden zur Deckung gebracht, keine Farbkorrektur).
2: Kontrastnormalisierung eingeschaltet, Farbausgleich ausgeschaltet (die Histogramme der Grauwerte werden gestreckt und zur Deckung gebracht, keine Farbkorrektur).
3: Kontrastausgleich und Farbausgleich eingeschaltet (die Histogramme aller 3 Grundfarben werden jeweils zur Deckung gebracht).
4: Kontrastnormalisierung und Farbausgleich eingeschaltet (die Histogramme aller 3 Grundfarben werden jeweils gestreckt und zur Deckung gebracht).

Mit Cosima wird die geometrisch Bildkorrektur, die Anpassung der Farb- und Kontrastwerte sowie die Skalierung auf die Endgröße in einem einzigen Interpolationsschritt durchgeführt. Das garantiert geringstmögliche Bildverluste und die Beibehaltung bestmöglicher Abbildungsqualität! Bei Cosima enstehen durch die Kontrastnormalisierung keinerlei Lücken im Histogramm!

AutoGammaAdjust (/AG=0)

Wertebereich [0-3]
Der Schwerpunkt des Histogramms wird mit Hilfe einer Exponentialfunktion (nur ein Freiheitsgrad) verschoben.
0: Keine Änderung des Bildes.
1: Der Schwerpunkt des Histogramms wird etwas in Richtung Mitte verlagert (Empfehlung für Druck).
2: Der Schwerpunkt des Histogramms wird deutlich in Richtung Mitte verlagert.
3: Der Schwerpunkt des Histogramms wird genau in die Mitte gelegt.
Im Gegensatz zum AutoOuputContrast findet hier nur eine einfache Gammakorrektur mit einem einzigen Parameter statt. Diese Methode ist ungeeignet zum Ausgleich zwischen linken und rechtem Bild und findet deshalb nur gemeinsam in beiden Bildern statt.

AutoGhostBust (/AB=0)

Wertebereich [0-30]
Der Parameterwert entspricht der Intensität der Vorkompensation von Projektions-Übersprechen zwischen linken und rechtem Kanal (in Prozent). Übliche Werte sind 4% oder 5%. Falls der Wert ungleich 0 gesetzt ist, wird ein Testbild cosima_alignment.bmp erzeugt. In diesem Testbild sind Vorkompensationswerte zwischen 0% und 9% enthalten. Der optimale Wert kann dann in der Projektion mit Hilfe dieses Testbildes ermittelt werden. Das Testbild wird im Bilderpfad PathofImages automatisch mit der Größe OutputHeight x OutputWidth erzeugt.

ColorLeftRight (/CL=0)

Wertebereich [-1,0,1]
Legt das Bezugsbild für die Kontrast- und Farbkorrektur fest:
-1: Wendet die Kontrast- und Farbkorrektur nur auf das linke Bild an.
0: Wendet die Kontrast- und Farbkorrektur symmetrisch auf beide Bilder an.
1: Wendet die Kontrast- und Farbkorrektur nur auf das rechte Bild an.

ExtColorManagement (/EC=0)

Wertebereich [0,1,2]
Als letzten Schritt vor dem Abspeichern der Bilder kann eine durch eine externe Datei gesteuerte Farbanpassung durchgeführt werden. Diese Farbanpassung erfolgt - getrennt für das linke und das rechte Bild - in 3 Schritten: Im 1.ten Schritt findet eine Gammakorrektur statt, im 2.ten Schritt erfolgt eine lineare Gewichtung der RGB-Werte mit einer 3x3-Matrix und schließlich im dritten Schritt eine weitere Bewertung mit einer Potenzfunktion (inverse Gammakorrektur).
0: Ohne externe Farbanpassung.
1: Externe Farbanpassung entsprechend der Datei .\helpers\cosima_colors_1.txt. In dieser Datei sind die Gamma-Koeffizienten als Zahlenwerte vorzugeben.
2: Externe Farbanpassung entsprechend der Datei .\helpers\cosima_colors_2.txt. In dieser Datei ist die Bewertungsfuntion in einer 12 Bit Tabelle abgelegt.

Mit der Anwendung eines benutzerdefinierten Farbprofils können zum Beispiel die Rot-Grün-Verschiebungen beim Infitec-Verfahren vorkompensiert werden.

ECM_FileName (/EF=cosima_colors.txt)

Wertebereich: Text
Name der Datei zur Steuerung der externen Farbanpassung. Details sind in den beiden Beispieldateien .\helpers\cosima_colors_1.txt und .\helpers\cosima_colors_2.txt beschrieben.
Die Datei muss sich im Pfad PathofImages befinden.